Das Elend mit Freeware
Als ich gut einen Monat nur Internet via iPhone Tethering hatte, ist mir bewusst geworden, wie sehr einen Microsofts Windows bevormundet. Wenn ich meinen Linux Desktop starte, so benötigt der per se erst einmal keine aktive Internetverbindung. Sofern eine besteht, kümmert ihn das trotzdem nicht.
Nicht so Windows. Wer automatische Updates aktiv hat, der wird sein Volumen schnell überschreiten. Überhaupt was da alles geupdated werden will. Eine vanilla Windows-Installation mit Adobe Flash, Java und Windows höchstpersönlich will sich am liebsten täglich aktualisieren und dabei den Nutzer vollkommen individuell nerven. Zentrale Paketverwaltung? So ein Rückschritt!1 Dabei ist es so gesehen ziemlich gleich, ob man aktualisiert. Da hilft es eher, die gesamte Technik ausgeschaltet zu lassen – erspart auch die Update-Zyklen.
Zurück zu Linux. Ja, wer hätte gedacht (Ubuntu ist da kein Stück besser als Windows), es ist von Vorteil,
selbst, frei zu bestimmen, wann aktualisiert wird und was. Ein Befehl und sofort ist alles up-to-date.
Uni-technisch bedingt (wieso eigentlich?) werde ich öfters nur mit Windows-Maschinen konfrontiert.
Vorzugsweise auf den tollen Netbooks. Das ist schon ein Krampf beim zusehen, wenn Windows drei Jahre und
einen Tag zum Hochfahren mitsamt aller im Autostart nervenden Programme á la Steam, ICQ, MSN und
was weiß ich braucht. Dann sind diese Geräte (nicht nur Netbooks, allgemein) subventioniert. Subventioniert
durch Werbung. Da passen dann schon mal sechs Toolbars in den Internet Explorer. Ist ja nicht so, dass
das problematisch ist bei 16:10/9 Bildschirmen. Zurück zum Krampf: Wenn dann Windows 7 irgendwann mal
gestartet ist und man alltägliche Arbeiten, sprich Surfen und Schreiben (immerhin dominiert OpenOffice), tut,
dann ist schon wieder Schluss mit lustig.
Auf der anderen Seite ist es doch erstaunlich, dass die Rechner in der Uni zu 99% UNIX sind. Logisch, würde man Windows im Background einsetzen, hat man a) ein Problem und b) wäre man nicht plattform-unabhängig. Ein Glück hat man da freie Software, die so frei ist, dass sie auch geschlossener Software Zugang bietet.
In was für einer Welt würden wir leben, wenn Microsoft „Sind Sie sicher?“ dominiert? Oder gar Apple „i-i-i-i-i“? Wir, die Bürger müssen uns nackt, äh negativ nackt machen, aber die auswertende Software bleibt geheim. Funktioniert super!
Erreicht hat der Begriff Freie Software noch nichts. Was frei bedeutet, wissen nur wenige. Wer weiß
schon, dass hinter VLC das freie ffmpeg Projekt wirkt? Dass OpenOffice frei ist war.
Dass die Hochschulsprache Java frei ist war.
Dass Firefox ein freier Browser ist. Die Software ist für die meisten genauso frei, wie das mitgelieferte Windows 7.