Ein kurzer Einblick in mein Musikverständnis
Was dem Blog und meinen Interessen noch fehlt: Musik. Daher ein kurzer Überblick zu meinem Standpunkt und der Musik, die es da draußen so gibt.
Ich habe ein last.fm-Profil. Feine Sache, ich hätte es lieber dezentral bei mir als denen meine paar Daten zu geben, aber last.fm ist schon unglaublich bequem. Die übliche Köderung. Kennt man ja.
Zurück zur Musik. Ich habe in den vergangenen drei, vier Jahren meine grobe Richtung an musikalischem Interesse geprägt. Ich bin leicht voreingenommen, da ich Violine und etwas Klavier spiele – und das schon länger und daher auch viel mit altmodischer Klassik anfangen kann.
Mir gefällt am meisten das sogenannte „Avantgarde“. Das ist genauso wohldefiniert wie Pop. Aber um das gesamte Spektrum abzudecken, kann ich meinen Musikgeschmack als Spanne zwischen Klassik und Metal bezeichnen. Je mehr beide Elemente zusammenspielen, desto mehr gefällt mir das. Metal und Klassik passen nicht so recht zusammen? Nur so viel: Metal ist mehr Klassik als man denkt.
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Metal. Fangen wir gleich mit dem schlimmsten an. Wenn man sagt, man hört Metal, ist die Reaktion doch meist gleich. Immer gleich negativ. Es sei denn, man hat Leute dabei, die auch Musik außerhalb der Diskotheken und des Radios hören. Metal hat das Problem, dass es ein Extrem ist. Man kann dazu weder Tanzen noch sich gepflegt unterhalten oder es einfach „entspannt hören“. Ein weiteres Problem ist, dass Metal häufig mit extremen Bands assoziiert wird, die nun wirklich absolut nicht repräsentant für das Genre sind. Was Metal sein kann, versuche ich in späteren Einträgen mal näherzubringen.
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Rock. Ja, das ist so typisch: Sänger, Gitarre, Bassgitarre, Schlagzeug. Unglaublich kreativ. Aufbau ist meist (es gibt immer Ausnahmen):
Intro – Part1 – Refrain – Part2 – Refrain – Bridge – Refrain (– Outro). Ich weiß nicht, wieso es diese Art von Schema gibt. Ich weiß auch nicht, wieso das als gut angesehen wird. Aber es ist garantiert nicht die einzig mögliche Aufbau eines Musikstückes. Anyway – Rock legt viel wert auf Text, einfache Melodien. Keine großen Kontraste. Ich mag dieses Genre nicht allzu sehr. Es dient eher als musikalische, austauschbare Untermalung ohne reellem Mehrwert. -
Pop. Ändert sich laufend, ziemlich ungünstige Bezeichnung für Musik. Aber das lässt sich meist ziemlich gut beschreiben: Grundbeat, einfacher musikalischer Aufbau, gute Stimme, nerviger Ohrwurm. Ob es „musikalisch wertvoll“ ist, wenn Musik ausschließlich dafür komponiert wird, sodass es die primitiven Instinkte des Menschen berührt?
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Rap. Dazu kann man wirklich nicht viel sagen, außer „Denn meine Reime sind besser als deine…“. Grundbeat, Gedicht. Sprechgesang. In Kombination mit Metal (= Nu-Metal) ist es etwas besser zu ertragen, aber es bleibt primitiv.
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Klassik ist ein sehr weites Feld. Musikalisch wohl am wertvollsten. Allerdings nicht so wirklich zeitgemäß. Wenn man sich aktuelle Aufnahmen (werden „Interpretationen“ geschimpft) von Barock-Komponisten anhört, so mit viel Cembalo und piekfeinen Geigen, mathematisch perfekt abgestimmte Dynamik, dann klingt das wirklich sehr merkwürdig.
Mein Horizont ist sehr beschränkt, das gebe ich zu. Es gibt da vor allem noch Techno zu erwähnen. Eine Richtung, die mir absolut nicht zusagt. Liegt wohl an der doch ziemlich außergewöhnlichen Art des „Musizierens“.
Um noch etwas mehr Polemik zu betreiben. Pop ist das Genre, was all jene hören, die sich mit keinem Musikgeschmack identifizieren können und daher gefügige Konsumenten sind. Rock ist ein Einheitsbrei geworden, Klassik zu alt. Und Techno mag ich einfach nicht.