mecker. mecker. mecker.

Hard Candy

Gestern Abend habe ich mir „Hard Candy“ angeschaut. Der Film muss auf Englisch geschaut werden, da die deutsche Syn­chron­stim­me ungefähr zehn Jahre zu alt ist und somit die 14-jährige Prot­ago­nis­tin älter wirken lässt als sie eigentlich ist. Mal davon abgesehen ist die Syn­chron­stim­me leider etwas un­mo­ti­viert und ähnelt eher einem monotonen Sprechen…

Aber zurück zum Film. 14-Jährige – „vier von fünf Ärzten sagen, ich sei ver­rück­t“ – chattet mit einem 32-Jährigem Fotografen – fo­to­gra­fiert min­der­jäh­ri­ge Mädchen – und verabredet sich zu einem Treffen. Der Mann scheint sie zunächst nach Hause zu verführen, später ändert sich die Täter-Opfer-Rolle jedoch radikal. Durch die Grund­the­ma­tik werden Opfer- und Tä­ter­rol­le jedoch ineinander vermischt und hin­ter­las­sen ein mulmiges Gefühl. Das Ende lässt den Re­zi­pi­en­ten allein mit der Thematik, ohne das Problem lösen zu können. Unbedingt sehen!

„Der formal am­bi­tio­nier­te, thematisch aber frag­wür­di­ge Selbst­jus­tiz-Thriller sank­tio­niert seinen Stoff völlig kritik- und distanzlos und stellt dabei Folter als moralisch legitimes Un­ter­hal­tungs-Mittel dar.“ (via)

ps: das ganze erinnert ein wenig an „­De­bug­gin­gY­ou“, einem Text aus der c’t 13/2010.

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