mecker. mecker. mecker.

JMStV

Ist schon eine üble Geschichte. Wer hätte gedacht, dass in diesem (ich dachte anfangs, das sei ein Scherz) Vertrag so etwas übles auf Deutsch­land zukommen kann. Das ist im gewissen Sinne genial. Unter dem Deckmantel der un­ge­woll­ten Auf­klä­rung (so­zi­al­ethisch des­ori­en­tie­rend einself) wird ein effektives Zen­sur­maß­nah­me unter das Volk gejubelt. Das ist soweit durch­ge­kom­men, dass es nur noch der Zustimmung eines Bun­des­lan­des bedarf. Ein Teil von mir hofft ja, dass das durchkommt, dann wird Orwell endlich mal Realität. Hätte was.

Ist es nicht in­ter­es­sant, dass Deutsch­land so empört ist vor Zensur im Ausland, aber selbst so ein geniales Gesetz durch­drückt? Indem freie Mei­nungs­äuße­rung im Netz für das Individuum un­be­zahl­bar wird und mit einer ständigen Angst vor un­rea­lis­tisch hohen Ab­mah­nun­gen Angst geschürt wird, ist der Grundstein für weiteres gelegt. Kennen wir ja. Viel haben wir doch gelernt, in unserem fort­ge­schrit­te­nen, auf­ge­klär­ten Land.

Mich in­ter­es­siert ja, ob das wirklich von irgendwo her geplant wurde (un­vor­stell­bar, bei unserem Personal) oder ob das einfach durch In­kom­pe­tenz geschaffen wurde. Beides kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Was das für diesen un­wich­ti­gen In­ter­net­auf­tritt bedeutet, ist ja klar. Der vServer ist im Voraus bezahlt, darauf läuft auch noch ein quas­sel­co­re. Ergo wird lighttpd per cron tagsüber aus­ge­schal­tet. Tja, das war’s dann wohl mit dem Web 3.0 und unserer ach so geliebten Mei­nungs­frei­heit.

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