mecker. mecker. mecker.

rm /etc/*

rm /etc/* sollte man meiden. Gerade als root.

Ich war nämlich dabei, mir einen quas­sel­co­re ein­zu­rich­ten. Die In­stal­la­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on dessen ist ein Kin­der­spiel – obwohl: ich musste erst per SSH eine Verbindung von Port 4242 zu mir tunneln, denn ich habe keine Ahnung von Firewalls unter Linux. Mir wurde vor längerer Zeit schon einmal ufw empfohlen, damit habe ich es aber nur des öfteren geschafft, mich aus­zu­sper­ren (ein Glück hat mein Provider eine Rescue-Console).

ufw läuft auf Debian Squeeze derzeit auch noch nicht ganz rund. So gibt es erst einmal ein „ERROR: problem running ufw-init“. Dann lassen sich auch keine Regeln über die Indizes löschen. Das Problem habe ich er­folg­reich mit apt-get purge ufw und apt-get install ufw gelöst.

Es wurde langsam spät, neben mir wartete ein neues iFon, aber ich hatte es immer noch nicht geschafft, Port 4242 für alle frei­zu­ge­ben. Irgendwann kam ich auf die glorreiche Idee, die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en von ufw selbst zu löschen. Das geht ganz einfach: Man tippt ein r, ein m, drückt einmal die Leertaste undfängt mit einem Slash und dem e an und drückt Tab. Dann gibt man in einem Rutsch u , Tab und * ein und drückt Enter. Prak­ti­scher­wei­se sollte der Befehl rm /etc/ufw/* dastehen. Aber wenn man aus Versehen vom u abrutscht, Tab nichts tut und nun das Sternchen nach /etc/ steht und sie­ges­si­cher Enter drückt, dann, ja dann hat man verloren.

Mir war bisher noch nicht bewusst, was da so alles liegt. Aber nach diesem Befehl ist da Ende im Gelände. Man wird erst einmal mit „[I have no name!@posativ]“ begrüßt. Und wenn ein Linux keinen Namen hat, dann lassen sich auch keine neuen über useradd anlegen. Ge­nau­so­we­nig kann man zum Server SSHen oder von dem zurück. apt-get mag auch nicht mehr.

Ein Backup hatte ich natürlich… drei Wochen vorher mal angestoßen. Bei proPlay gibt es aber nur ein voll­stän­di­ges Image als Backup, keine Mög­lich­keit, da in­di­vi­du­ell Daten heraus zu ex­tra­hie­ren. Hätte die sowieso nicht übertragen können. An Backuppen der Daten war natürlich nicht zu denken, es ging ja kein scp. So blieb mir nichts anderes übrig, meinen Un­ter­mie­ter zu in­for­mie­ren, dass ein tech­ni­sches Problem bestünde.

Naja, dann habe ich einfach meinen Server aufgegeben, das Backup vom 12. August auf­ge­spielt und eine halbe Stunde mit den Kon­fi­gu­ra­tio­nen verbracht. Ein Glück habe ich nicht allzu viel geändert. Leider sind nun die lighttpd-Logs und auch die Munin-Sta­tis­ti­ken weg.

Den Befehl für ufw habe ich immer noch nicht, dafür aber den all­ge­mei­nen unschönen Workaround ufw default allow.

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