SheevaPlug nach einem halben Jahr
Inzwischen habe das SheevaPlug seit über einem halben Jahr und kann nun quasi einen Erfahrungsbericht darüber schreiben. Wofür ist das Teil zu gebrauchen, was geht damit nicht und brauch man es überhaupt?
Wofür ist das Teil zu gebrauchen
Ich selbst nicht viele Dienste laufen. Das Teil pendelt so bei 5-10% CPU-Nutzung her, erzeugt eine Last von 0.3 und eine RAM-Auslastung von 30% (149 MiB).
Wird erzeugt von:
Mein SheevaPlug hat ja ein Debian Squeeze (Testing) im NAND – 512 MiB – und das ist da schon ganz schön eng. Es kommt halt allerhand Zeug zusammen (Dependency Hell), wenn man die Sachen von oben installiert sowie ein paar Sachen „mal eben ausprobiert“. Trotz Kompression reichte der NAND nicht und ich musste /usr/share auf die Festplatte auslagern. Trotzdem kann ich jedem die Installation in das NAND empfehlen, allein schon weil sonst der schön schnelle Speicher vergeudet wäre (und sowas ist teuer).
Java ist auf dem Gerät nicht unbedingt zu empfehlen, einfach weil die bloße VM zu viel RAM auf dem Gerät verbraucht. Wuala kann man damit trotzdem prima laufen lassen. Ich selbst habe ein bis zwei Nodes parallel laufen und die erzeugen – nur als Speichernode – kaum Last. Ich habe die FSI zwar mal ausprobiert, aber da scheiterte es an der emulierten Entschlüsselung…
Es lassen sich übrigens sechs Wuala-Instanzen problemlos parallel betreiben, wie ich von einem wirklich bösen Schurken erfahren habe.
Wofür das Teil nicht zu gebrauchen ist
Wie schon erwähnt: alles mit Verschlüsselung geht mal so gar nicht. Einzig dm-crypt läuft mit neueren Kernel-Versionen brauchbar schnell, denn das greift auf die nativen Befehle der CPU zurück.
Ich hatte ja geplant, dass Gerät als I2P Node zu betreiben, auch wenn ich das anonyme Netzwerk selbst nicht nutze, finde ich die Idee klasse und unterstützenswert. Das wiederum ist wegen der Plattformunabhängigkeit in Java geschrieben und macht eben exzessiv Gebrauch von der Verschlüsselung – die CPU wird da natürlich nicht nativ angesprochen. Somit ist das ganze sehr begrenzt zu gebrauchen (bis zu fünf Tunnels lassen sich aufbauen, mehr ist nicht drin).
Samba – das funktioniert zwar alles schön und gut, erzeugt aber unglaublich viel Last und erreicht nicht einmal die 100 MBit-Grenze gewöhnlicher Router.
Und wer hätte es gedacht: für On-The-Fly Transcoding ist das Plug auch nicht geeignet ;-)
Fazit
Da das Gerät samt 500 GiB LaCie (2.5 Zoll) Festplatte um die 7 Watt zieht, ist das schon prima
für die unauffälligen Sachen wie: Media Streaming intern (Twonky)/extern (Subsonic) oder Downloads
wenn alle Schlafen via at. Gemeinnützige Projekte wie rtorrent und wuala sind auch ganz
praktisch. ICH brauche es!
Hab hier übrigens mal Langzeit-Statistiken mit ein paar Unterbrechungen.