mecker. mecker. mecker.

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Angeregt durch suckup.de kommt wieder das leidige Thema in mir hoch. Wir haben FaceBook, Twitter, Foren, Blogs ohne RSS Feed, Blogs mit ver­krüp­pel­ten Feeds und mit richtigen RSS/Atom-Feeds. Ah, ich hab das RealLife vergessen.

Wir leben ja in einem ach so tollen Zeitalter. Die Wikipedia umfasst mehr In­for­ma­tio­nen, als man in seinem Leben wohl jemals aufnehmen könnte. Den In­for­ma­ti­ons­schrott, den uns Google und Co. noch fünf Jahre nach Erscheinen eines Inhalts anzeigt, mag ich mir gar nicht in zehn Jahren vorstellen. Wobei, eigentlich schon, bis dahin existieren doch hof­fent­lich gute Zen­sur­maß­nah­men ;-)

Ich habe 51 Abon­ne­ments, darunter keine übliche Quelle á la Spiegel oder Welt. Sollte der gemeine Nerd dann mal für eine Woche oder mehr in den Urlaub fahren, so wird es schwierig, diese In­for­ma­ti­ons­lü­cke auf­zu­ar­bei­ten. heise.de fiel bei mir schon vor gut einem Jahr heraus. So viel Müll, wie die tag­täg­lich pro­du­zie­ren, ist ja nicht aus­zu­hal­ten. Was ist für mich Müll? Sachen, die mich nicht in­ter­es­sie­ren! Mir für meinen Teil ist es scheiß egal, dass irgendeine neue Alpha von diesem gehypten Ubuntu erschienen ist, oder dass ein Minor-Minor-Minor Update in WordPress eine hy­po­the­ti­sche Si­cher­heits­lü­cke behebt. Oder was FaceBook mir für einen absolut un­wich­ti­gen Müll meiner Freunde und deren Apps produziert. Nicht mehr schön, das ganze.

Gut, Problem erkannt: Zu viel In­for­ma­tio­nen, zu wenig Zeit.

Wäre es nicht cool, anhand der In­for­ma­tio­nen, die man gelesen und für gut/in­ter­es­sant befunden hat, einen großen Haufen an weiteren In­for­ma­tio­nen zu nehmen (man denke an ein Forum RSS Feed von großen Boards), und man bekommt nur Inhalte geliefert, die einen in­ter­es­sie­ren und Inhalte, die doppelt bzw. das gleiche Thema anders ge­schrie­ben behandeln, filtert?

Es braucht ja nicht immer gleich ein soziales Netz, um dies zu tun. Prin­zi­pi­ell kann ich nach einer kurzen „­Lern­pha­se“, d.h. Gefällt mir/nicht von Artikeln, ziemlich schnell errechnen, was meine Interessen sind und anhand dieser In­for­ma­tio­nen ein­kom­men­de Inhalte filtern.

Das ist an sich sehr einfach. Es gibt da ein hübsches Buch von O’Reilly – Kollektive In­tel­li­genz. Klingt nach viel Social-Zeug, aber bringt vor allem schicke Al­go­rith­men zum Abtippen mit, die genau so ein Szenario ver­ar­bei­ten könnten. Es ist etwas de­pri­mie­rend, dieses Buch immer in meiner Fach­bi­blio­thek zu sehen und zu wissen, keine Zeit dafür zu haben :-/

Also wenn es etwas sinnvolles für das Internet gäbe (neben einer gescheiten Netz­neu­tra­lität), dann ist das ein System zum Filtern von In­for­ma­tio­nen. Am besten dezentral und Open-Source, modular in Python ge­schrie­ben^^, denn nichts ist derzeit trauriger mit Anzusehen als die Zen­tra­li­sie­rung unserer In­ter­net­diens­te.

post scriptum: ich stell mir das im Groben so vor: man nehme einen Input, der mir In­for­ma­tio­nen liefert, nehme drei­tau­send zufällige Wikipedia Artikel und filtert die most common Wörter heraus (die Liste vom Wictionary reicht auch…) und kann somit Inhalt von Semantik trennen, danach lassen wir ein paar Al­go­rith­men drauf los und fertig ist der gefilterte Feed (± viel Hirn­schmalz).

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