mecker. mecker. mecker.

Minecraft beta-Server

Das Spiel Minecraft kennt man ja inzwischen. Wirklich nett ist dabei der Survival Mul­ti­play­er Modus (SMP). Problem ist nur, dass dieser in Java da­hin­ge­rotz­te, offizielle Server einfach mal scheiße ist. Der hat faktisch kein vor­han­de­nes Spei­cher­ma­nage­ment und nach einer Weile hat die Java-VM allen RAM für sich alloziiert. Langsam und ab­sturz­freu­dig ist er zudem auch noch. Dafür ist die Im­ple­men­tie­rung lo­gi­scher­wei­se die Feature-reichste… aber es gibt neben dem of­fi­zi­el­len Wiki noch ein nettes, kleines Hacker-Wiki. Das hat eine hübsche Seite zu al­ter­na­ti­ven Servern, die allesamt den Vorteil haben, dass sie viel schneller und sparsamer als die offizielle Im­ple­men­tie­run­gen sind.

MCServer

Closed-Sorce, läuft auf Linux, Mac und Windows und ist auch ei­ni­ger­ma­ßen performant. Das Teil ist in C++ ge­schrie­ben und erlaubt Skripting mittels Lua. Problem: es existiert keinerlei Do­ku­men­ta­ti­on. Also wirklich GAR NICHTS. Man hat diverse un­do­ku­men­tier­te Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten: banned.ini, items.ini, settings.ini, users.ini, whitelist.ini, groups.ini, monsters.ini, terrain.ini und webadmin.ini. Hier mal Auszüge von monsters.ini und terrain.ini:

[Spider]
AttackRange=5.0
AttackRate=1
AttackDamage=1.0
SightDistance=25.0

[Chicken]
AttackRange=5.0
AttackRate=1  
AttackDamage=1.0
SightDistance=25.0

[Terrain]
HeightFreq1=0.100000
HeightFreq2=1.000000
HeightFreq3=2.000000
HeightAmp1=1.000000
HeightAmp2=0.500000
HeightAmp3=0.500000

Alles klar. Kin­der­spiel, den Server ein­zu­rich­ten. Das traurige dabei ist, dass das wohl der viel­ver­spre­chends­te Server für beta ist. Aber ohne Doku geht da einfach nichts. Der Terrain-Generator ist auch nicht wirklich hübsch – ein default noise und fertig. Viele Blümchen, ein paar Hühner. Endloses Meer. Nicht sonderlich aufregend. Da reißen es auch nicht die netten Plugins wie fliegender Teppich und Area locking. Hier das Wiki.

Bravo

Ein in Python ge­schrie­be­ner beta-Server, der Twisted als Backend nutzt und ei­ni­ger­ma­ßen performt. In­stal­lie­ren lässt der sich relativ einfach mittels pip install Bravo und optional mit pip install ampoule (soll Ge­schwin­dig­keit bringen) ergänzen. Gestartet wird er dann mit twistd -n bravo. Kon­fi­gu­riert wird er über eine bravo.ini, deren Vorlage man sich am besten vom of­fi­zi­el­len GitHub-Repo holt. Eine hübsche Doku existiert ebenfalls.

Probleme, die mir auf­ge­fal­len sind: der Terrain-Generator setzt sich aus Plugins zusammen und generiert entweder sehr lang­wei­li­ge (normale) Land­schaf­ten oder verkackt es dermaßen, dass es unspielbar wird (complex statt simplex). Außerdem wachsen zu Beginn keine Bäume, obwohl Setzlinge ein­ge­pflanzt sind. Man muss diese zuerst einsammeln und neu aussähen. Danach werden diese getrackt; selbiges für Grass. Wie üblich, auch auch Bravo ein Web­in­ter­face auf :8080 mit kompletten Kar­ten­ren­de­ring und allerlei nützlichen In­for­ma­tio­nen.

Tiere und Zombies wurden auch noch nicht im­ple­men­tiert – wobei es einen Pull Request für eine simple AI für die Tierchen gibt. Der Baumwach-Prozess ist übrigens auch noch nicht final.

Mineserver und Schlag­wet­ter

Sind zwei Im­ple­men­tie­run­gen in C++, die allerdings ebenfalls keinen Support für Mobs (das sind die Tiere und Zombies) bringen, aber dafür wieder sehr performant sind. Gerade Schlag­wet­ter sieht doch recht pro­fes­sio­nell aus. Aber für einen pro­duk­ti­ven Minecraft-Server ist keiner geeignet. Wie allgemein kein al­ter­na­ti­ver Server… und weitere sind mir nicht bekannt. So muss ich weiterhin hoffen, dass mir der offizielle Server nicht meinen VServer killt.

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