Tagebuch: Arch Linux, EtherPad auf dem SheevaPlug – und OS X
Ich führe ab sofort Tagebuch über scheinbar völlig harmlose Installationen, die eigentlich jedes Kind hinbekommen sollte. Auf meinem SheevaPlug läuft mittlerweile ein Arch Linux. Das geht ruckzuck zu installieren. Habe allerdings ungefähr acht Stunden damit vergeudet, dass entweder die USB-Kontaktstelle, die Mini-USB-Kontaktstelle wackelte, der verwendete Computer oder der verwendete USB-Stick nicht der richtige war. Wie sich zum Schluss herausgestellt hat, konnte als USB-Stick nicht der LaCie CooKey herhalten, sondern einzig ein ausgeliehener Stick aus einem Überraschungsei (so ein Hippo-Ding) funktionierte, aber nur, wenn der Abstand vom Mond zur Erde ein Vielfaches von π war, sonst ließ er sich nicht ein zweites Mal mounten.
Arch Linux auf dem Plug zu haben, ist schon sehr geil. Ich musste es auch schon nach dem ersten pacman -Syu neuinstallieren,
da ich neue kernel26-header installiert hatte. Der erste Schritt mit dem neuen Linux ist IgnorePkg = kernel26 kernel26-headers
glibc. Vertraut mir. Danach geht alles seinen gewohnten Gang. Die Repos sind ansehnlich gefüllt und haben auch direkt yaourt
mit bei, womit einem das Tor zum AUR offen steht. Sehr feine Sache!
Heute kam mir die Idee, wieder wertvolle Zeit meines Lebens mit trivialen Installationen zu vergeuden. Diesmal:
EtherPad. Deren Installationsseite
zeigt mir übrigens auch schon bestimmt seit ‘nem Monat einen 502 Bad Gateway an. Installationsanleitung? Vollig überbewertet!1
Zurück zum Plug. Bei dem Arch Linux hört java auf den Namen openjre7. Irgendwie eine sinnlose Wortschöpfung. Dahinter verbirgt
sich das aktuelle OpenJDK 1.6, das sich in /opt/openjre7/bin/java installiert. Als nächste Dependency haben wir noch
Scala. Ist noch nicht in den Repositories, aber immerhin im AUR verfügbar und arch-independend.
Immerhin etwas, wofür die Java Runtime stehen kann! Dann brauchen wir noch libmysql-java – gibt’s nicht. Dank Java kann man sich
das über das Debian-Paket holen und händisch installieren. Nachdem wir die Config
in etherpad/bin/etherpad.default an unser System angepasst haben, können wir /bin/build.sh aufrufen.
unzipping JARs...
./bin/makejar.sh: line 39: jar: command not found
Plugbox: Plugbox
cp: cannot stat `/home/www/ether-pad/infrastructure/build/appjet.jar': No such file or directory
quod erat demonstrandum.
Gut, gehen wir einen Schritt zurück und probieren das ganze erstmal in einer Sandbox.
QEMU ist schön und toll und kann ARM samt dem Arch Linux emulieren. Dachte ich mir.
Nun gibt es qemu in brew, sehr hübsch, und da fordern wir unser Glück noch mehr hinaus
und laden uns das offizielle ubifs-Image herunter. qemu -boot c rootfs.ubi.img klappt
nicht. Schade eigentlich. Nun haben wir die Wahl zwischen dem hier hier und einem Gefrickel aus rootfs.tar.gz und ‘nem Kernel
über QEMU. Ich habe mich für nach zehn vergeudeten Minuten für letzteres entschieden. Wir orientieren uns an
Tiny-Gentoo with Qemu howto und ich muss gestehen,
auf dem Mac ist doch nicht alles so scheiße, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn es gibt hier zwar kein mkfs, aber diese
Tools heißen ja auch anders. Nämlich brew install e2fsprogs, trivial. Nun ja, das Prozedere kennt man ja. Image erstellen,
formatieren, mounten.
mount: -o loop: option not supported. Früher (tm) war doch alles besser. Ich gebe vorerst auf. And yes, I googled for
osx mount ext3 loopback. Ich könnte entweder weitere Stunden sinnlos
mit dem Aufsetzen einer VM verbringen oder ich werde das Dateisystem auf einem USB-Stick nutzen. Fuck You, OS X!