mecker. mecker. mecker.

Tagebuch: Es gibt kein Entkommen! (another Apple rant)

Es ist so entgültig, dass ich nun doch eine Kategorie für OS X eröffne. Nicht nur die Software ist eine Blackbox, nein die wun­der­schö­ne Hardware auch. Dabei hatte ich gehofft, dass diese olle Mainstream-Dis­tri­bu­ti­on Ubuntu und mein Lieb­lings­de­ri­vat Kubuntu problemlos auf dem MacBook Pro 6.2 läuft (sieht gut aus oder?), aber das geht ja gar nicht. Nachdem dieser absolut unfähige grafische Installer schon 10 Minuten zum Par­ti­tio­nie­ren braucht, hat er natürlich verkackt, GRUB gescheit in die Partition zu in­stal­lie­ren. Ubuntu zu in­stal­lie­ren, macht ja sowieso immer einen Heidenspaß, dauert länger als ‘ne Arch Linux In­stal­la­ti­on, ist unter Windows-Niveau und allgemein ein schlechter Versuch der Welt­herr­schafft. Nun gut, Kubuntu ein zweites Mal in­stal­liert und GRUB direkt in den MBR, mir relativ egal, hab ja EFI (refit, um genauer zu sein).

Kubuntu startet, nervt mit Upgrade-Dialogen und zeigt KDE in gewohntem unstabilen Gewand und hat: keine Hel­lig­keits­steue­rung des Displays, der Tastatur – generell nix ging. Trackpad ist un­brauch­bar. Fixen kann man die Tastatur-Knöpfe für die ganzen Hardware-Features, der Link von oben ist da ziemlich informativ. Naja, dann habe ich vergeblich versucht (trivial?!) einen WLAN-Hotspot ein­zu­rich­ten, wollte eigentlich für das iPhone Entwickeln. Gut, gab einen Freeze, ich wäre gerne zur Kom­man­do­zei­le gewechselt oder hätte den Fens­ter­ma­na­ger neu­ge­star­tet. Tja, geht nicht, weil die Funk­ti­ons­tas­ten nur mit Fn aktiviert werden können, was nicht im­ple­men­tiert ist und Ubuntu hat dazu auch zum Wohle der Anwender Strg+Shift+Backspace de­ak­ti­viert.

Gra­fik­be­schleu­ni­gung ginge über Umwege, habe ich nicht probiert. Mein MacBook hat leider wegen des Ent­spie­ge­lungs-Upgrades dum­mer­wei­se lo­gi­scher­wei­se eine höhere Auflösung bekommen, das macht dann so 1650x1050 Bildpunkte bei 15 Zoll. Ist schon einfach nur ein riesiger Fail, das OS X keine Sys­tem­wei­te Ein­stel­lun­gen für Schrift­grö­ßen hat, aber Linux ist da ja kein Stückchen, aber auch gar kein Stückchen besser als OS X. Das ist eher noch viel schlechter, weil das Font-Rendering auf meinem Bildschirm richtig scheiße aussieht.

Trackpad unter Linux? Ich weiß nicht, wer das toll findet, aber wenn ich irgendwo in einem Pro­gramm­fens­ter Klicke und Ziehe, dann wird sofort das Fenster verschoben. Für einen Rechtsklick auf dem Desktop muss ich mit zwei Fingern klicken, wobei ich dafür gar keine Geste definiert habe. Es gibt genau null Vor­ein­stel­lun­gen, was Zoomen angeht (hey, das ist Ubuntu, das Kli­ckib­un­ti OS schlecht­hin!).

So, und nun? Ich will das mit dem Linux eigentlich gar nicht wahrhaben. Aber es gibt auch einfach wenig Support für Linux auf’m Mac, gibt ja das obertolle OS X. Das einzig Tolle daran ist die wirklich hübsche, an­wen­der­ori­en­tier­te In­stal­la­ti­on. Und dann kommt dieser un­skipp­able Film nach dem Neustart. Immerhin bringt man den zum Ruckeln, wenn man wild auf der Tastatur rumhackt.

Der Default-Nutzer nach der In­stal­la­ti­on hat zu viele Rechte, wie sagt fefe so schön? Die BESTEN DER BESTEN SIR. Ja, ich denke das trifft es gut. Nun fahre ich mit Firefox 4 Beta 9 und sehe, dass YouTubes HTML5-Bereich praktisch tot ist und ich definitiv kein Flash oder anderes In­stal­lie­ren will. 16% Markt­an­teil in Botnets bei 8% Ver­brei­tung finde ich irgendwie be­un­ru­hi­gend.

Zum Schluss gibt es drei weitere #fail von OS X:

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