posativs Blog

Inzwischen wurde mein kleiner vServer freigeschaltet, von dem letztens berichtet habe. Der DNS-Eintrag nach blog.posativ.org löst auch schon zum vServer auf. Darauf läuft jetzt ein Debian Squeeze in der 32-Bit Ausführung.

Server lokal emuliert

Da der Server nun produktiv genutzt wird, brauche ich eine relativ identische Arbeitsumgebung wie auf dem Server und weil dort irgendein „Debian Minimal 6.0“ verwendet wird – ein Eigenbau des Virtualisierers – das ich leider nicht direkt installieren kann, habe ich mich nach der minimalen Installation eines Debian Testing (Netzwerk-Installation) umgeschaut und die auch recht schnell gefunden: Daily build #1 for i386.

Dazu habe ich öfters bei hak5 – nette Serie, gibt's übrigens bei Wuala – gesehen, wie der mit einem Befehl ein OS starten konnte. Da ich bisher immer recht umständlich VirtualBox genutzt habe, habe ich mich mal danach umgesehen. Es handelt sich bei der Virtualisierungssoftware um QEMU: „eine freie virtuelle Maschine, die die komplette Hardware eines Computers emuliert“.

Setup unter Arch Linux

Ich liebe das Arch-Wiki: es gibt natürlich auch einen detaillierten Artikel zu QEMU.

Ein Debian Minimal zu erstellen ist ziemlich simpel. Wir holen uns zuerst qemu, dann das Iso und zu guter letzt erstellen wir ein HDD-Image für Debian und booten:

$ sudo pacman -Sy qemu
$ wget http://cdimage.debian.org/cdimage/daily-builds/daily/arch-latest/i386/iso-cd/debian-testing-i386-netinst.iso
$ qemu-img create -f qcow2 debian.qcow 2G #  erstellt das hdd-image mit einer Größe von 2 GB (komprimiert)
$ qemu -cdrom debian-testing-i386-netinst.iso -boot d debian.qcow

Wer eine CPU mit VT/V-Technik hat (alle neueren, meine nicht), der kann über qemu-kvm Befehle nativ laufen lassen und erhält somit eine enorme Geschwindigkeitssteigerung. Meine Debian Minimal Installation dauerte schon über eine Stunde + eine weitere für alle Updates :-(

Das installierte Debian Squeeze habe ich nach Wuala geladen: root mit dem Passwort „qq“.

Ports weiterleiten

QEMU hat diverse Möglichkeiten des Netzwerkaufbaus. Standardmäßig ist slirp aktiv, was unter anderem keinen Ping ermöglicht und auch sonst den Host die virtuelle Maschine nicht direkt ansprechen lässt. Das stört mich allerdings nicht allzu sehr, da der vServer remote ja auch nur ein HTTP-Server ist, kann man mittels

qemu debian.qcow -redir tcp:8080::80

den HTTP-Port in der VM auf 8080 lokal umleiten. Das ist zwar nicht die eleganteste Lösung, aber sie reicht für eine testing-Umgebung allemal.

written by posativ

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